Gründung des Kommunalunternehmens AVIVE

Zum 1. Januar 2026 stellt der Landkreis Ebersberg seine Abfallwirtschaft neu auf: Aus der bisher verwaltungsintern organisierten Struktur entsteht das Kommunalunternehmen AVIVE (Anstalt des öffentlichen Rechts). Damit wird die Abfallwirtschaft eigenständig, klar strukturiert und handlungsfähiger organisiert.

AVIVE steht für Abfallwirtschaft, Vermeidung, Information, Verwertung und Entsorgung – und damit für eine moderne, zukunftsorientierte Abfallwirtschaft. Die neue Organisationsform ermöglicht es dem Landkreis, schneller auf Markt- und Preisentwicklungen zu reagieren, Entscheidungen eigenständig zu treffen und Projekte effizient umzusetzen. Gleichzeitig entstehen klare Zuständigkeiten und kurze Entscheidungswege, um künftige Herausforderungen besser bewältigen zu können.

Was bedeutet das für Bürgerinnen und Bürger?

Im Alltag ändert sich zunächst nichts: Tonnenservice, Abfallberatung, Wertstoffhöfe und die bekannten Ansprechpartner in den Gemeinden bleiben wie gewohnt bestehen. Langfristig bietet AVIVE jedoch Vorteile – etwa eine bessere Abstimmung zwischen Landkreis und Gemeinden sowie mehr Transparenz bei Kosten und Leistungen.

Mit AVIVE schafft der Landkreis außerdem die organisatorischen Voraussetzungen, um abfallwirtschaftliche Aufgaben künftig – sofern politisch beschlossen – wieder vollständig beim Landkreis zu bündeln. Diese sogenannte Rückdelegation könnte frühestens ab 2030 erfolgen.

Die Gründung von AVIVE, beschlossen vom Kreistag am 27. Oktober 2025, ist ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigen, leistungsfähigen und wirtschaftlichen Abfallwirtschaft im Landkreis Ebersberg – bürgernah, transparent und zukunftssicher.

Luftaufnahme des Entsorgungszentrums an der Schafweide. Zu sehen ist das gemeinsam genutzte Betriebsgebäude von AVIVE und REMONDIS Industrie Service. Das große, langgestreckte Gebäude in der Bildmitte ist das Problem­müll­zwischenlager von REMONDIS Industrie Service. Rechts davor befinden sich Container für die Sammlung von Elektroschrott. Links neben der Problem­müll­halle ist eine Gasfackel erkennbar, in der Deponiegas aus der stillgelegten Deponie unter den Photovoltaikflächen bei hoher Temperatur verbrannt wird. Die dabei entstehende Energie wird intern zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Direkt links daneben stehen Container für Asbest- und KMF-Abfälle. Davor sind weitere Buchten für die Erfassung von Altpapier, Holz und Metall angeordnet. Weiter links befinden sich die Restmüll­buchten, in die Müllfahrzeuge Restmüll aus dem Landkreis entladen. Am linken Rand des Geländes sind Garagen und Betriebsflächen von AVIVE zu sehen, unter anderem für Radlader, Fahrzeugreparaturen und Lagerung. Im Vordergrund des Geländes sind großflächige Photovoltaikanlagen installiert. In der oberen Bildhälfte ist das weiße Logo „AVIVE“ eingeblendet, im Hintergrund grenzt ein Waldgebiet an.