Um die Qualität des Bioabfalls zu verbessern und hochwertigen Kompost zu gewinnen, muss Biomüll frei von Fremdstoffen sein.
Mit der Novellierung der Bioabfallverordnung (§ 2a BioAbfV) gelten folgende Vorgaben:
maximal 3 % Fremdstoffe bezogen auf die Frischmasse
maximal 1 % Kunststoffe größer als 20 mm
verpflichtende Sichtkontrollen (Bonitur) vor der Annahme
Möglichkeit der Zurückweisung stark verunreinigter Chargen, die dann als Restabfall entsorgt werden müssen
Diese Regelungen betreffen alle Beteiligten entlang der Entsorgungskette – von der Sammlung bis zur Verwertung.
Um die Situation im Landkreis Ebersberg fachlich zu bewerten, wurde eine Störstoffanalyse durchgeführt. Sie zeigt, welche Fremdstoffe im Biomüll enthalten sind und warum saubere Trennung entscheidend ist. Wie der Biomüll tatsächlich aussieht und welche Fehlwürfe dabei besonders auffallen, zeigt das folgende Video:
Die Auswertung der Biomüllproben zeigt deutliche Unterschiede innerhalb des Landkreises. In einzelnen Gebieten lag der Anteil an Störstoffen bei bis zu 4 Prozent und damit über den zulässigen Grenzwerten.
Besonders häufig wurden Kunststoffreste festgestellt – darunter Plastiktüten, Verpackungsbestandteile sowie sogenannte „kompostierbare“ Beutel. Diese Materialien zersetzen sich in den Kompostierungsanlagen nicht ausreichend und müssen aufwendig aussortiert werden.
Schon geringe Mengen an Kunststoff beeinträchtigen die Kompostierung erheblich. Sie erhöhen den technischen Aufwand, verursachen zusätzliche Kosten und gefährden die Qualität des entstehenden Komposts. Die Ergebnisse machen deutlich, warum saubere Trennung in der Biotonne eine zentrale Voraussetzung für eine hochwertige Verwertung ist.
Sauber getrennter Biomüll ist die Grundlage für hochwertigen Kompost. Er verbessert unsere Böden, unterstützt die Landwirtschaft und schließt den natürlichen Stoffkreislauf.
Gleichzeitig hilft richtig getrennter Biomüll, Müllkosten zu senken: Je weniger Abfälle im teuren Restmüll landen, desto geringer sind die Entsorgungskosten, was sich widerum auf die Müllgebühren auswirkt.
Voraussetzung dafür ist jedoch, dass der Biomüll frei von Störstoffen ist.
Fremdstoffe wie Plastik, Glas oder Metall machen aus Bioabfall ein Kostenproblem – und im schlimmsten Fall Restabfall.
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