Bio- und Gartenabfälle

#wirfuerbio - weil Qualität im Biomüll zählt

Der Landkreis Ebersberg ist Teil der bundesweiten Initiative #wirfuerbio. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, dass Biomüll möglichst frei von Störstoffen wie Plastik, Verpackungen, Glas und Metall gesammelt wird.

Denn nur sauber getrennter Biomüll kann sinnvoll verwertet werden. In den Kompostieranlagen im Landkreis entsteht daraus hochwertiger Kompost, der wieder in Böden und Gärten zurückgeführt wird. So schließen wir natürliche Kreisläufe direkt vor Ort.

Mit der richtigen Trennung leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Auf einen Blick

Bioabfälle aus der Küche sowie haushaltsübliche organische Abfälle werden über die Biotonne erfasst und dezentral in den 14 Kompostieranlagen im Landkreis Ebersberg verwertet.

Gartenabfälle dürfen in haushaltsüblicher Menge ebenfalls über die Biotonne entsorgt werden. Darüber hinaus können diese an den gemeindlichen Wertstoffhöfen über Großcontainer, an den Kompostieranlagen selbst angeliefert oder im Rahmen der Gartenabfallsammlungen abgegeben werden.

Was sind Bio- und Gartenabfälle?

Bioabfälle sind organische Abfälle, die biologisch abbaubar sind. Dazu gehören vor allem Küchenabfälle wie Essensreste sowie andere organische Abfälle pflanzlicher oder tierischer Herkunft, die im Haushalt anfallen.

Gartenabfälle sind organische Abfälle aus der Gartenpflege. Dazu zählen zum Beispiel Laub, Gras- und Strauchschnitt, Pflanzenreste sowie kleinere Mengen von Ästen und Zweigen.

Bio- und Gartenabfälle dürfen keine Fremdstoffe enthalten. Materialien wie Plastik, Verpackungen, Glas, Metall oder andere nicht abbaubare Stoffe gehören nicht dazu, auch dann nicht, wenn sie als „kompostierbar“ gekennzeichnet sind.

Was gehört in die Biotonne?

In die Biotonne gehören ausschließlich organische und biologisch abbaubare Abfälle aus Küche und Garten!

Das gehört in die Biotonne

Küchenabfälle

Essensreste vom Teller

Unverpackte Lebensmittelreste

Milchprodukte (nicht flüssig)

Obst- und Gemüsereste sowie Schalen, auch von Zitrusfrüchten

Brot- und Backwaren

Kaffeesatz mit Filter, Teebeutel

Eier- und Nussschalen

 

Pflanzliche Abfälle aus Haushalt und Garten

Blumen und Blumensträuße

Topfpflanzen ohne Topf

Pflanzenreste

Laub

Unkraut

Gras- und Strauchschnitt

Kleine Zweige

Sägespäne aus unbehandeltem Holz (ohne Anhaftungen von Kot oder Erde)

Blumenerde in kleinen Mengen (ohne Steine oder Fremdstoffe)

 

Zum Sammeln feuchter Bioabfälle:

Küchenkrepp

Papiersammeltüten

Zeitungspapier

Das gehört NICHT in die Biotonne

Plastik und Verpackungen

Kunststoffe aller Art

Verpackungen, Folien und Tüten

Plastiktüten und „kompostierbare“ Plastiktüten

Kompostierbare Kaffeekapseln

Kompostierbares Besteck

Hochglanzpapier, beschichtetes Papier, Backpapier, Kataloge, Werbung

 

Tierische, hygienische und problematische Abfälle

Rohe Fleisch- und Fischabfälle

Knochen und Gräten

Hygieneartikel und Windeln

Staubsaugerbeutel

Tierkot und Tierkadaver

 

Feste Fremdstoffe und gefährliche Stoffe

Glas

Metalle, Dosen und Alufolien

Kehricht, Asche und Zigarettenkippen

Sand, Kies und Steine

Mineralisches Einstreu

Behandeltes Holz

Batterien

Elektro- und Elektronikschrott

Was passiert im Sommer?

Biotonne im Sommer: So bleibt sie sauber und geruchsarm

In den Sommermonaten kann es in der Biotonne schnell zu unangenehmen Gerüchen, Feuchtigkeit und Madenbildung kommen. Das ist zwar lästig, lässt sich aber mit ein paar einfachen Maßnahmen gut vermeiden.

 

Wichtig ist vor allem: Bioabfälle möglichst trocken halten, die Biotonne geschlossen halten und an einen möglichst schattigen Platz stellen. Denn Wärme und Feuchtigkeit beschleunigen die Zersetzung der Bioabfälle und ziehen Fliegen an.

 

Auch im Sommer gilt: In die Biotonne gehören nur organische Abfälle aus Küche und Garten – ohne Plastik, ohne Verpackungen und ohne „kompostierbare“ Kunststoffbeutel.

Das hilft gegen Gerüche, Fliegen und Maden

Mit ein paar einfachen Handgriffen lässt sich vermeiden, dass die Biotonne im Sommer unangenehm riecht oder Fliegen und Maden anzieht.

 

  • Stelle die Biotonne möglichst an einen kühlen, schattigen Platz.
  • Halte den Deckel immer geschlossen, damit keine Fliegen in die Tonne gelangen.
  • Lasse feuchte Küchenabfälle wie Kaffeefilter, Teebeutel oder Obst- und Gemüsereste kurz abtropfen.
  • Wickle sehr feuchte oder geruchsintensive Bioabfälle in etwas Zeitungspapier oder nutze Papiertüten.
  • Lege nach der Leerung ein paar Lagen zerknülltes Zeitungspapier auf den Tonnenboden. Das bindet Feuchtigkeit.
  • Gib Rasenschnitt möglichst erst angetrocknet in die Biotonne. Frischer, nasser Grasschnitt kann schnell gären und stark riechen.
  • Fülle die Biotonne locker. Bioabfälle bitte nicht zusammenpressen, damit Luft zirkulieren kann.
  • Reinige Tonnenrand und Deckel regelmäßig, zum Beispiel mit etwas Essigwasser. Das erschwert Fliegen die Eiablage.
  • Auch Lavendel kann helfen, Fliegen fernzuhalten: Gib dafür etwas frischen oder abgeschnittenen Lavendel in die Biotonne.
  • Spüle die Biotonne bei Bedarf nach der Leerung mit klarem Wasser aus. Das Waschwasser bitte ordnungsgemäß über den Abwasserkanal entsorgen – nicht in den Straßengully.
  • Größere Mengen Gartenabfälle, Rasenschnitt oder Strauchschnitt können zusätzlich über die gemeindlichen Wertstoffhöfe oder Kompostieranlagen entsorgt werden.
Wichtig:

Plastiktüten, „kompostierbare“ Kunststoffbeutel, Verpackungen, Glas, Metall, Katzenstreu, Tierkot, Asche und Zigarettenkippen gehören nicht in die Biotonne.

 

Denn je besser die Bioabfälle getrennt werden, desto besser kann daraus später Kompost entstehen. So wird aus Küchen- und Gartenabfällen wieder etwas Wertvolles für unsere Böden.

 

Unser Sommertipp

Je trockener die Biotonne bleibt, desto weniger Geruch entsteht. Papier, Schatten und ein geschlossener Deckel machen im Sommer den größten Unterschied.

Gartenabfallsammlungen 2026

🗓 Termine & Bereitstellung
🌿 Was wird mitgenommen?
🚫 & ℹ️ Hinweise

23.03.2026 – Frühjahr (ganzer Landkreis)
19.10.2026 – Herbst (Grafing)                                                                    
02.11.2026 – Herbst (übriger Landkreis)                

Bereitstellung bis 7:00 Uhr
frühestens 3 Tage vorher

Grasschnitt, Laub, Pflanzenreste                 
Strauch- & Astschnitt
(≤ 2 m / ≤ 10 cm)                                                                                          

Max. 2 m³ pro Grundstück                         

Bündeln mit Jute/Hanf
Loses Material in Papiersäcken – erhätlich in Ihrer Gemeinde

Nicht: Wurzelstöcke, Erde, Plastik

KLimaschutz beginnt zu Hause

Jede Biotonne zählt - so wird Bioabfall zum Klimaschutz

Aus deinem Biomüll entsteht im Landkreis Ebersberg wertvoller Biokompost. Nachdem du Garten- und Küchenabfälle in die Biotonne gibst, holen unsere Müllwerkerinnen und Müllwerker sie ab und bringen sie zu einer der 14 Kompostieranlagen im Landkreis.

Dort wird der Biomüll zu hochwertigem Kompost verarbeitet – reich an organischen Nährstoffen und zu 100 % aus nachwachsenden Rohstoffen. Dieser Kompost verbessert unsere Böden, unterstützt die Landwirtschaft und schließt den natürlichen Kreislauf.

Damit das gelingt, ist entscheidend: Der Biomüll muss frei von Plastik und anderen Störstoffen sein. Nur so entsteht sauberer Kompost – gut für die Umwelt, für unsere Ernährung und für echten Klimaschutz.

Mehr Infos unter: www.wirfuerbio.de

Die optimale Verwertung von Biomül

Paradebeispiel der Kreislaufwirtschaft im Landkreis Ebersberg

Grafik zur Kreislaufwirtschaft von Bioabfällen auf grünem Hintergrund. Dargestellt ist ein geschlossener Kreislauf mit mehreren Stationen. Ausgangspunkt ist die Nahrung. Aus der Nutzung von Lebensmitteln entstehen Küchen- und Gartenabfälle. Diese Bioabfälle werden über die Müllabfuhr abgeholt und zu einem Komposthof gebracht. Dort werden sie zu Kompost verarbeitet. Der fertige Kompost wird in der Landwirtschaft und im Lebensmittelanbau eingesetzt, wodurch neue Nahrungsmittel entstehen und sich der Kreislauf schließt.

Novellierte Bioabfallverordnung:

Ab 1. Mai 2025: Neue Regeln für den Biomüll

Zum 1. Mai tritt die novellierte Biabfallverordnung (§ 2a BioAbfV) in Kraft.
Ziel ist es, Störstoffe wie Plastik, Glas und Metall im Biomüll deutlich zu reduzieren.

Neu sind die verbindlichen Grenzwerte

Maximal 3% Fremdstoffe insgesamt, höchstens 1% Kunststoffe i.d. FM.
Werden diese Grenzwerte überschritten, wird der Inhalt der Biotonne abgelehnt und landet teuer in der Müllverwertungsanlage.
Fazit: Bioplastikbeutel, Verpackungen, Glas und Metall gehören NICHT in die Biotonne!
Nur Küchenabfälle, Pflanzenreste und Papierbeutel sind erlaubt!

Kampagnenmotiv mit grünem Hintergrund und der Überschrift „Das Märchen vom kompostierbaren Plastikbeutel“. Zu sehen ist ein grüner Drache neben einem durchscheinenden, gefüllten Bioplastikbeutel. Ein magentafarbenes Hinweisschild trägt den Text „Kein Fall für die Biotonne!“. Das Bild macht deutlich, dass auch als kompostierbar gekennzeichnete Plastikbeutel nicht in die Biotonne gehören.
#wirfuerbio: Kompostierbare Plastikbeutel gehören nicht in die Biotonne.
Kampagnenmotiv mit grünem Hintergrund und dem Text „Plastikbeutel gehören in den Restmüll – auch kompostierbare“. Ein Bioplastikbeutel wird mit einem Pfeil in eine geöffnete schwarze Restmülltonne mit der Aufschrift „Restmüll“ gezeigt. Das Bild verdeutlicht, dass alle Plastikbeutel unabhängig von ihrer Kennzeichnung über den Restmüll entsorgt werden müssen.
#wirfuerbio: Plastikbeutel gehören in den Restmüll – auch kompostierbare.

Kompostieranlagen

Unsere 14 Kompostieranlagen finden Sie hier:

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